Halbfinale. 

Volle Intensität. 

Volle Emotion.

 
Und am Ende wieder einmal der Beweis, was diese Mannschaft auszeichnet: Charakter. Der AEC dreht Spiel 1 gegen die Crocodiles Hamburg und gewinnt verdient mit 5:4.

Die ersten zehn Minuten waren ausgeglichen, geprägt von echtem Halbfinal-Charakter. Beide Teams agierten konzentriert, strukturiert und mit viel Tempo. In der 11. Minute nutzte Hamburg einen Konter zur 0:1-Führung.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: In der 13. Minute nutzte der AEC sein Powerplay. Perone schob im Slot entschlossen zum 1:1 ein.

Danach verlor das Spiel jedoch zunehmend an Rhythmus. Es folgten Strafen über Strafen. Der AEC musste mehrere Minuten in Unterzahl agieren, zwischenzeitlich sogar in doppelter Unterzahl. Erst ab der 19. Minute wurde wieder regulär fünf gegen fünf gespielt. Auch zu Beginn des zweiten Drittels setzte sich diese Linie fort – erneut Unterzahlsituationen, erneut enorme Belastung. Der AEC überstand sogar eine doppelte Unterzahl mit großem Einsatz.

In der 26. Minute nutzte der AEC dann selbst eine Überzahl: Wieder war es Perone, der aus dem Slot zum 2:1 traf. Doch Hamburg blieb dran. In der 28. Minute fiel der 2:2-Ausgleich, in der 31. Minute gingen die Gäste mit 2:3 in Führung.

Im Schlussabschnitt bewies der AEC erneut Nervenstärke. In der 47. Minute glich Koziol im Powerplay mit einem feinen Abschluss zum 3:3 aus. Doch Hamburg konterte in der 56. Minute erneut zur 3:4-Führung.

Die Halle stand, als der AEC in der 59. Minute alles riskierte und den Goalie zog. Marek nahm Maß von der blauen Linie – der Schlagschuss schlug ein. 4:4.


Und es war noch nicht vorbei.


In der 60. Minute setzte Liivilahti zu einem entschlossenen Solo an, tankte sich durch und vollendete zum 5:4-Siegtreffer.


Dieses Spiel war intensiv, emotional und hart umkämpft – jedoch in keiner Weise unfair. Beide Teams spielten mit Leidenschaft und Einsatz. Wer allein auf die Strafenstatistik blickt, könnte ein anderes Bild vermuten. Fakt ist jedoch: Der Spielfluss litt erheblich unter einer insgesamt sehr unglücklichen Spielleitung, die dem Niveau eines Halbfinals nicht gerecht wurde.


Fazit:

Trotz widriger Umstände, trotz Rückständen, trotz zahlreicher Unterzahlsituationen dreht der AEC dieses Spiel mit purer Mentalität. Genau dieser Kampfgeist prägt die Saison. 
Spiel 1 geht an Adendorf – und die Serie ist eröffnet.


Tore AEC:
Perone(2x), Koziol, Marek, Liivalahti